Kölner Trainingskollektiv

für gewaltfreie Aktion und konstruktive Konfliktlösung

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Wer wir sind

Das Kölner Trainingskollektiv besteht aus Frauen und Männern, die durch ihre berufliche Arbeit und ihr Engagement in verschiedenen sozialen Bewegungen langjährige Erfahrungen mit Trainingsarbeit haben. Manche Trainer/innen arbeiten nebenberuflich in diesem Bereich, andere seit mehreren Jahren hauptberuflich.

Trainings zum gewaltfreien Handeln haben eine lange Tradition. Die ersten Trainings wurden bei den Vorbereitungen der Bürgerrechtsbewegung in den 50er und 60er Jahren durchgeführt. In den 70er Jahren wurden sie in der Bundesrepublik von den sozialen Bewegungen aufgenommen, im Blick auf die hiesige gesellschaftliche Situation verändert und um weitere Methoden erweitert, die insbesondere mit den Grundlagen gewaltfreier Aktionen im Einklang standen. Schwerpunkt war die Vorbereitung auf Gewaltsituationen bei Demonstrationen und die Auseinandersetzung mit Aktionen zivilen Ungehorsams.

Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre stand die Entwicklung kreativen Eingreifens in Diskriminierungs-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen im Mittelpunkt der Trainings (Zivilcourage), um der zunehmenden rassistisch motivierten Gewalt praktisch etwas entgegenzusetzen. Es stellte sich schnell heraus, daß dieser thematische Ansatz nicht weit genug reichte.

Heute, Ende der 90er Jahre, geht es in den Trainings um konstruktive Konfliktbearbeitung im persönlichen, beruflichen und öffentlichen Bereich und um den Aufbau gewaltpräventiver Strukturen.

Was wir machen

Wie wir's tun

Um ein ganzheitliches und handlungsorientiertes Lernen zu ermöglichen, wird in den Trainings mit vielen Methoden und Übungen (z.B. zu Wahrnehmung, Kommunikation, eigene Stabilität, Kooperation) gearbeitet. Neben Informations- und Theorievermittlung nehmen praktische Übungen und Rollenspiele den größten Raum ein. Rollenspiele leisten wertvolle Hilfe bei der Erweiterung des eigenen Verhaltensrepertoires, bei der Reflexion von derzeitigen Verhaltensmustern und beim gezielten Training von alternativen und ungewohnten Verhaltensweisen.

Grundlage für die Trainingsarbeit sind u.a. unterschiedliche Ansätze der humanistischen Psychologie und Pädagogik, Themenzentrierte Interaktion (TZI), Gestaltpsychologie, die Befreiungspädagogik von Paolo Freire und das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal.

Der konkrete Inhalt und Verlauf des Trainings wird jeweils individuell mit den Veranstalter/innen und Teilnehmenden abgestimmt. Dabei orientieren sich Trainingsinhalte möglichst direkt an den Alltagserfahrungen der Teilnehmenden. Der methodische Ansatz der Trainings erfordert eine aktive und eigenverantwortliche Teilnahme auf der Basis von Freiwilligkeit.

Das der Trainingsarbeit zugrundeliegende Konfliktverständnis geht davon aus, daß es zahlreiche Möglichkeiten gibt, in Konflikten konstruktiv und gewaltfrei zu handeln. Vielfach werden Konflikte so erlebt, daß es nur die Wahl gibt zwischen Nachgeben und rücksichtslosem Durchsetzen (notfalls auch mit Gewalt). "Ich siege - Du verliest" ist die diesen Konfliktlösungsstrategien zugrundeliegende Haltung.

Im Rahmen der konstruktiven Konfliktarbeit, die sich auf Erkenntnisse der Konfliktforschung und Kommunikationstheorie bezieht, wird davon ausgegangen, daß die Eigendynamik von Konflikten durchbrochen werden kann, daß Beziehungsstrukturen und Interaktionsprozesse konstruktiv verändert werden können. Konstruktive Konfliktarbeit sucht nach Lösungen jenseits von Sieg und Niederlage, die alle beteiligten Seiten zufriedenstellen. Die diesem Ansatz entsprechenden Konfliktlösungsstrategien tragen zur Gewaltprävention bei.

Ziele der Trainings sind u.a.

Zielgruppen / maximale Gruppenstärke

Alle Menschen, Gruppen, Organisationen, die mehr über gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung erfahren wollen. Die mögliche Gruppengröße variiert je nach Thema. Im Bereich Abbau von Vorurteilen sind Teilnehmer/innenzahlen von 15-30 erwünscht, in der Trainingsarbeit zur Gewaltprävention arbeiten wir bevorzugt mit kleineren Gruppen: bis zu 10 TN (eine Trainer/in), bei Gruppengrößen zwischen 11-18 TN (zwei Trainer/innen).

Zeitlicher Umfang der Trainings

Je nach den zeitlichen Möglichkeiten. Trainingseinheiten variieren zwischen drei Stunden und mehreren Wochen. Als günstig haben sich 1 1/2 - 3 Trainingstage herausgestellt. Der zeitliche Rahmen variiert je nach den gewünschten Trainingsinhalten.

Räumliche Voraussetzungen

Großer, freundlicher Raum sowie mindestens eine bis zwei zusätzliche Möglichkeiten für Kleingruppenarbeit. Keine Tische (einige an der Seite), sondern Stuhlkreis.

Materialien

Flipchart, Wandzeitung, Eddings

Kosten

Honorare werden mit den Gruppen, Teilnehmenden oder Trägerorganisationen nach den jeweiligen individuellen Möglichkeiten ausgehandelt.

Kontakt und Information

Kölner Trainingskollektiv
für gewaltfreie Aktion und konstruktive Konfliktlösung
Venloer Straße 46
50672 Köln

TK-Infoblatt
"Sprachlosigkeit überwinden - Handlungsfähig bleiben"


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